Szenen-Wechsel
Der Markt hat sich weiterentwickelt. Wie zuvor schon zu erwarten war, haben Tablets und Smartphones, die unter Android laufen, mittlerweile einen sehr viel höheren Marktanteil als Apples iOS-Geräte. Aber noch etwas anderes hat sich verändert: Waren bisher die Nutzer von iPhone und iPad diejenigen, die das mobile Internet und vor allem Apps über ihre Geräte mit Abstand am häufigsten genutzt haben, so haben die Android-Nutzer hier nun eindeutig nachgezogen. Die Häufigkeit der Nutzung von Apps unter Android ist mittlerweile ebenso hoch wie bei Apple-Geräten.
Für Entwickler von Apps bedeutet das, in Zukunft gleichzeitig auf beide Plattformen setzen zu müssen, um erfolgreich zu sein. Auch für Unternehmen gilt: Jeder Entwickler sollte seine iPhone App auf Androide portieren. Das hat natürlich auch Auswirkungen im Kostenbereich, vor allem die Entwicklungskosten steigen damit nicht unerheblich. Nicht nur, dass Programmierungen auf iOS in der Regel wesentlich leichter durchzuführen sind als unter Android, und damit für die Android-Apps von vornherein ein möglicherweise nicht kalkulierter, viel höherer Entwicklungsaufwand auf die Unternehmen zukommt; bei Android ist es für den Erfolg der App und eine gute Verbreitung darüber hinaus ja auch wichtig, auf allen Versionen und auch in den zukünftigen Weiterentwicklungen von Android optimal lauffähig zu bleiben. Schon jetzt ist die Bandbreite der unterschiedlichen Versionen ziemlich groß – ältere und Billig-Geräte verwenden oft noch Android 2.1, die neueren und teureren ab 2012 teilweise schon die Version 4.0. Auch solche Anpassungen kosten in der Regel Geld und Zeit – sind aber für einen Erfolg mit der eigenen App nicht unwichtig. Ein kleiner Trost ist zumindest, dass bei der Portierung von iOS auf Android in der Regel zwischen 30 und 70% der Programmierung weiterverwendet werden können – um eine Portierung für Android kommt aber jedenfalls keine iPhone-App heute mehr herum.
Kategorie: Mobile







