Technologische Evolution: Emails werden immer seltener

| 7. November 2011 | 0 Kommentare
© Beboy - Fotolia.com

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Kaum zu glauben, wie schnell sich die Welt doch ändert. War vor 10 Jahren ein ISDN-Internet-Zugang im Gegensatz zur Ewigkeit verschlingenden Analog-Verbindung noch der große Renner, belächelt man die Leute heutzutage, die sich noch mit einer 2000er DSL-Leitung rumschlagen müssen. Mit Geschwindigkeiten von 16, 25, 50 oder sogar bis zu 100 Mbit/s bauen sich Internet-Seiten schneller auf als jemals zuvor.

Angesichts derartiger übertragungsraten wundert es nicht, dass die einst als technische Revolution gefeierte E-Mail in der digitalen Evolution zu verschwinden droht. Jüngste Studien belegen, dass der klassiche E-Mail-Verkehr mehr und mehr ausdient und von neuen vor allem schnelleren Kommunikationsdiensten eingholt und überholt wird. Gerade bei den unter 30-Jährigen scheint es der E-Mail wie dem Brief auf Papier zu ergehen. Mit Sprach- und Videochats lassen sich mehr oder weniger wichtige Dinge schneller und direkter kommunizieren. Auch Nachrichten über soziale Netzwerke zu versenden, wird immer beliebter und wird in vielen Fällen als weniger förmlich empfunden. Bilder lassen sich unkompliziert hochladen und können mit Freunden geteilt werden, ohne am Speicher des E-Mail-Anhangs zu scheitern. Dort lassen sich ebenfalls mit wenigen Klicks Termine und Veranstaltungen erstellen, zu denen man die entsprechenden Personen kinderleicht einladen kann. Vor allem der meist nervige und weitgehend unübersichtliche Informationsaustauch via Rundmails kann dabei vermieden werden. Auch neue Plattformen wie Doodle erleichtern die Termin- und Entscheidungsfindung in Gruppen.

Aber nicht nur im Privatbereich scheint die E-Mail an ihre Grenzen gekommen zu sein: viele Firmen versuchen den übermäßigen und kaum noch zu bewältigen E-Mail-Verkehr einzudämmen. Gerade in kleineren Firmen lassen sich Termine und Rückfragen direkter mit Chat-Plattformen wie Skype vereinbaren und beantworten. Projektarbeiten können ohne ein ständiges Hin und Her von E-Mails mit sogenannten Wikis, wo unterschiedliche Autoren gemeinsam den gleichen Text bearbeiten, schneller und einfacher zum gewünschten Ziel gebracht werden. Dabei scheint die Sicherheit der privaten Daten und des Datenaustauschs, gerade in den sozialen Netzwerken, noch ausbaufähig zu sein. Aber eine hundertprozentige Sicherheit gibt es in unserer digitalen Welt sowieso nicht mehr.

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Kategorie: Kommunikation

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